Am 26. April 2006 ist es zwanzig Jahre her, dass das Kernkraftwerk von Tschernobyl explodierte und sich daraufhin große Mengen radioaktiver Gase und Teilchen über die Nordhalbkugel ausbreiteten. Die Auswirkungen des Unglücks sind vor allem in Weißrussland, der Ukraine und Russland weiterhin deutlich spürbar, wo Millionen von Menschen betroffen sind, jedoch wurden durch den radioaktiven Niederschlag von Tschernobyl auch andere Regionen der Erde stark kontaminiert.
Haben die explodierenden Reaktoren in Fukushima und Tschernobyl dem Image der Kernkraft geschadet? Ein hochrangiger britischer Forscher glaubt, dass vor allem Filme wie "James Bond" die Atomenergie in schlechtes Licht gerückt haben. Umweltschützer protestieren.
"EXPEDITIONEN. 25 JAHRE TSCHERNOBYL" I: Die Ausstellung "Die Straße der Enthusiasten" in Freiburg zeigt Fotos und Dokumente.
Der Untergang der 1970 gegründeten Atomstadt Prypjat – Thema einer Ausstellung im Freiburger Morat Institut, verbunden mit einem ein Symposion des Literaturbüros zu 25 Jahren Tschernobyl. Keine Stadt auf der Welt dürfte eine kürzere Lebenszeit gehabt haben als Prypjat. Am 4. Februar 1970 wurde sie als neunte und modernste Atomstadt der UdSSR für die Bauarbeiter und die Belegschaft des Atomkraftwerks Tschernobyl gegründet. Am 27. April 1986, 36 Stunden nach der Katastrophe, dem GAU, wurde sie für immer evakuiert.
Die Explosion des Atomkraftwerks im japanischen Fukushima hatte gravierendere Folgen als angenommen: Sie setzte weitaus mehr radioaktives Cäsium frei als die Atombombe in Hiroshima. Dennoch lassen sich beide Katastrophen kaum vergleichen.
Der Schnelle Brüter in Kalkar sollte das modernste Kernkraftwerk der Welt werden. Er geriet zum Milliardengrab. Dann kam ein niederländischer Bauernsohn und baute ihn zum Freizeitpark um. Leitungen, Pumpen, Turbinen wichen Karussells, Kneipen und Kartbahn.
Wer strahlt, gewinnt! Eine Hamburger Firma bringt ein Quartettspiel mit Atomkraftwerken auf den Markt. Da heißt es nun "Alarmstufe 7 - sticht!" - wer also Fukushima in den Händen hält, trumpft groß auf. Die Macher haben Erfahrung mit eigenwilligen Gags - sie brachten schon Adolf Hitler ins Spiel.
Das Ausmaß der Atomkatastrophe im japanischen AKW Fukushima ist dramatischer als bislang bekannt: Laut Betreiber Tepco ist es in zwei weiteren Reaktorblöcken zur Kernschmelze gekommen - wahrscheinlich schon vor Wochen.
Probleme mit der Druckentlastung gelten mittlerweile als entscheidender Faktor für die Atomkatastrophe von Fukushima. Ein Bericht der "New York Times" zeigt nun, dass die Sicherheitssysteme auch in zwei Dutzend US-Meilern verbaut sind.
Unter dem Eindruck der Reaktorkatastrophe von Fukushima stand der Bezirksstrahlenschutztag des Bezirksfeuerwehrverbandes Liezen.