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Ausflug in die Todeszone

22 Jahre nach dem Atomunfall leiden Hunderttausende an den Folgen. Das Grauen ist zur Attraktion geworden: Touristen besuchen die Sperrzone als Tagesausflug.

Eine Reportage mit Slideshow. Die Fahrt nach Tschernobyl beginnt mit Kaffee von McDonald’s. Der weiße Kleinbus von Sergei Ivantschuk wartet morgens neben dem Schnellrestaurant im Zentrum Kiews auf seine Kunden. Ein Kaffee zum Mitnehmen, das muss als Frühstück genügen für jene Touristen, die den Unglücksreaktor sehen wollen. 135 Kilometer von der ukrainischen Hauptstadt entfernt geschah am 26. April 1986 eine der größten Atomkatastrophen aller Zeiten: Um 1:23 Uhr explodierte in Tschernobyl der Reaktor 4. Eine Fläche von fast 150.000 Quadratkilometern wurde radioaktiv verstrahlt. Eine Fläche, auf der mehr als sieben Millionen Menschen lebten.

Wie viele Kinder und Erwachsene an den Folgen gestorben oder schwer erkrankt sind, kann niemand genau sagen, auch der Ukrainer Ivantschuk nicht. Seit acht Jahren organisiert er die Tagestouren. Er weiß, was seine westlichen Kunden als Erstes hören wollen: "Man muss sich ziemlich blöd anstellen, um heute in Tschernobyl kontaminiert zu werden", sagt er, während sich der Bus durch den dichten Kiewer Berufsverkehr kämpft.

Author: 
süddeutsche.de

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