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Keine Pyramide für Tschernobyl

Die Ukraine braucht auch 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl internationale Finanzhilfe, um die Folgen des bis dahin größten atomaren Unglücks zu bekämpfen. Das steht außer Zweifel. Ebenso sicher erscheint auch, dass Präsident Viktor Janukowitsch vergeblich um Geld gebeten hätte, wäre da nicht das Unglück von Fukushima. Insofern ist es zu begrüßen, dass sich die internationale Gemeinschaft endlich durchringen konnte, nach jahrelanger Zurückhaltung der Ukraine eine halbe Milliarde Euro zur Verfügung zu stellen. Viel zu schnell wird aber jetzt davon geredet, dass unbedingt ein neuer Sarkophag gebaut werden muss. Gibt es verlässliche Erkenntnisse, dass von dieser Hülle um Block 4 derzeit die größte Umweltgefährdung ausgeht? Oder wäre der gigantomanische Bau so etwas wie eine Pyramide des 21.Jahrhunderts: eindrucksvoll, aber ohne großen praktischen Nutzen, wie einige Experten meinen. Die Gefahren gehen jedenfalls nicht nur von Block 4 aus, sondern auch von den gewaltigen Mengen Erdreich und hochtoxischen Wassers, die vor 25 Jahren nur provisorisch entsorgt wurden. Nicht recht ins Bild passen will zudem, dass Janukowitsch in diesen Tagen ein uneingeschränktes Bekenntnis zur Atomenergie ablegte. Sollte er nicht besser erklären, was er aus Tschernobyl gelernt hat. Kann man ihm wirklich so viel Geld anvertrauen?

Author: 
Frank Herold

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