Website erkunden

Abstimmung

Muss die Stadt Pripjat erhalten werden?:

Reply to comment

DIE ZONE

Norton.Commander.Productions. setzen nach 10 Jahren Theaterarbeit den Fuß in verstrahltes Terrain; inspiriert von der Zone aus Tarkowskijs „Stalker“ simulieren sie aus sicherer Entfernung den Ernstfall und spielen dabei mit den Mechanismen der Medienlandschaft. Handelt es sich hier um eine Katastrophe, einen Super Gau, einen terroristischen Akt, menschliches Versagen oder einen Meteorit? Was zählt, sind Fakten, auch wenn sie während der Untersuchung aus den Händen gleiten. Experten und Vertreter des Krisenstabs werden dem Publikum exklusiv einen Einblick in die Lage vor Ort ermöglichen.
Die Zone, das ist ein sehr kompliziertes System. Heute erscheint sie auf den ersten Blick als Naturparadies. Elche, Wölfe, Hirsche sind hier zahlreich vorhanden. Etwa 1.000 Bewohner sind trotz der stark erhöhten Strahlungswerte zum Teil schon Wochen nach dem Unglück in die Zone zurückgekehrt. Es ist unklar, wie viele davon an den Folgen der Strahlung starben.
Und noch immer lauert Gefahr in der Zone. Obgleich ein kurzer Besuch angeblich unbedenklich sein soll, werden Besucher durch eine Sicherheitsschleuse geführt.
„Bitte seien sie unbesorgt, die Erhöhung der Strahlenbelastung in Deutschland ist so gering, dass mit Sicherheit keinerlei Folgen nachgewiesen werden können. Deshalb muss man auch gar nicht nach solchen Folgen suchen, man würde sowieso nichts finden.“ (Tschernobyl 1986)
Passend dazu erscheint im Februar 1996 der Besuch von Dr. Angela Merkel (Physikerin) als Bundesumweltministerin in der Zone. Sie hat sich eine lädierte Kernkraftanlage angesehen und in ihren Kommentaren tauchen die Vokabeln „robuste Technik“ und „Fortschritte in der Sicherheitstechnik“ auf. Sie plädiert für die Kernkraftanlagen im Westen: „Der Kampf gegen genehmigte Kernkraftanlagen in der BRD stellt eines der größten Gefahrenmomente dar, weil er viele Kapazitäten bindet, um die Rechtslage zu garantieren. Diese Kapazitäten fehlen bei der Vorsorge.“
Abend für Abend eint uns die Betroffenheit über unzählige Opfer. Weil wir nicht tatenlos zusehen können, laden wir ins Krisengebiet, mitten in der Zone. Zeigen auch Sie Ihr Herz und unterstützen Sie uns!

Aus dem Informationsblatt eines Kernkraftwerkes:
„Der Verbleib in den Häusern bietet gegen die Strahlung einen beträchtlichen Schutz möglichst in geeigneten Kellerräumen oder innen liegende Räume. Gehen Sie nur dann ins Freie, wenn es unbedingt notwendig ist. Kehren Sie so schnell wie möglich ins Haus zurück. Legen Sie die Oberbekleidung, die außerhalb des Hauses getragen wurde, vor Eintritt draußen ab, damit daran haftende Strahlung nicht ins Haus gelangt. Wenn Sie keine Mütze getragen haben, sollten sie sich Ihre Haare vor Wiedereintritt in das Haus abrasieren, da die Haare als Speicher der Strahlung dienen.
Richten Sie Ihren Haushalt und ggf. Arbeitsplatz auf Ihre Abwesenheit ein:
Schalten Sie Geräte aus, von denen eine Gefahr ausgehen könnte, wenn sie unbeaufsichtigt sind. Versorgen Sie Tiere, die Sie nicht mitnehmen können, mit einem ausreichenden Futtervorrat.“

Author: 
Hebbel am Ufer

Reply

The content of this field is kept private and will not be shown publicly.
  • Web page addresses and e-mail addresses turn into links automatically.
  • Allowed HTML tags: <a> <em> <strong> <cite> <code> <ul> <ol> <li> <dl> <dt> <dd> <img> <h3> <b> <i> <u>
  • Lines and paragraphs break automatically.

More information about formatting options

CAPTCHA
Diese Frage hat den Zweck zu testen, ob Sie ein menschlicher Benutzer sind und um automatisiertem Spam vorzubeugen.
Bild-CAPTCHA
Enter the characters shown in the image.