Im Freiburger Augustinermuseum ist eine Ausstellung zu sehen: "Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land".
Stasi-Mittäterin und Stasi-Opfer, DDR-Literaturstar und Dissidentin: Christa Wolf lebte die politischen Hoffnungen und Niederlagen einer ganzen Generation. Dafür wurde die Autorin vom Publikum geliebt und blieb als eine der ganz wenigen Ost-Künstlerinnen auch nach der Wende eine Institution.
Das Wasser stammte aus einer radioaktiven Pfütze im havarierten Atomkraftwerk Fukushima - und trotzdem trank ein japanischer Staatssekretär demonstrativ davon. Mit der fragwürdigen PR-Aktion wollte der Politiker die Katastrophe kleinreden, mulmig war ihm allem Anschein nach trotzdem zumute.
Tokio - Japan will mit kostenlosen Visa für Ausländer, die in das vom Erdbeben und dem Tsunami beschädigte Gebiet reisen wollen, den Tourismus wieder ankurbeln. Die Ausnahmeregelung gelte fünf Jahre lang für Visaanfragen ab dem 15. November 2011, teilte das japanische Außenministerium am Montag in Tokio mit. Das kostenlose Visum werde für Reisen in die nordöstlichen Provinzen Miyagi, Iwate und Fukushima vergeben.
Nächtigung nachweisen
Neue Probleme in Fukushima: In Reaktor 2 des japanischen AKW gebe es Anzeichen auf unkontrollierte Kernspaltung, teilte der Betreiber der Atomruine mit. Es handele sich aber um keine besonders kritische Situation, behauptet der Energiekonzern Tepco.
Die Lage an der Atomruine von Fukushima scheint stabil. Doch die nötigen Arbeiten dort könnten sich noch über Jahrzehnte hinziehen, schätzen Experten. Die Kosten liegen wahrscheinlich in zweistelliger Milliardenhöhe.
In der Region Fukushima müssen sich rund 360.000 Kinder und Jugendliche einer Krebsvorsorge unterziehen: Die Schilddrüse könnte durch die Atomkatastrophe geschädigt sein. Experten überprüfen zudem Schulen und Bauernhöfe auf radioaktive Strahlung.
"Hände weg vom Tschernobyl-Gesetz": Tausende Strahlenopfer haben gemeinsam mit Afghanistan-Veteranen vor dem Parlament in Kiew gegen die geplante Kürzung ihrer Renten protestiert. Nur ein Großaufgebot der Polizei konnte die Stürmung des Gebäudes verhindern.
Ein Ofen für radioaktive Abfälle ist explodiert, ein Arbeiter gestorben - doch die Ursache für das Unglück in der Atomanlage Marcoule bleibt unklar. Trotzdem gaben die Behörden schnell Entwarnung, die französischen Medien berichten sehr gelassen. Nur die Anwohner reagieren empört.
Die meisten Franzosen lieben die Kernkraft - trotz Tschernobyl und Fukushima. Daran wird auch der Unfall in der Atomanlage Marcoule kaum etwas ändern, bei dem ein Arbeiter starb. Die Kontakte zwischen Stromwirtschaft und Politik sind eng, selbst Sozialisten und Kommunisten sind auf Pro-Nuklear-Kurs.