Infrastruktur um das frühere Akw wurde aufgebessert - allerdings nicht für EM-Touristen
Am 26. April jährt sich die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zum 26. Mal. In der Ukraine haben in der Nacht die Gedenkfeiern für die Opfer begonnen. In der Siedlung Slavutich nahe der Unfallstelle legten Angehörigen Blumen nieder und zündeten Kerzen an.
26. Jahrestag des Reaktorunfalls in Tschernobyl. Die neue Schutzhülle kostet etwa eineinhalb Milliarden Euro, sie soll bis 2015 fertiggestellt werden.
Panne im Atomkraftwerk: In der ukrainischen Stadt Juschnoukrajinsk ist ein Reaktor in einem AKW abgeschaltet worden. Ein defekter Transformator soll schuld sein. Radioaktivität soll nicht entwichen sein.
Leben und lieben im Kraftwerk - als gäbe es nichts Selbstverständlicheres: Die russische Kino-Romanze "Atom-Iwan" wirkt wie ein Werbestreifen für die nuklearen Pläne Russlands. Die Regierung in Moskau träumt von einer atomaren Wiedergeburt, in der auch Deutschland eine große Rolle spielt.
In Tschernobyl haben die Arbeiten für eine neue Schutzhülle an der AKW-Ruine begonnen. Ein Vierteljahrhundert nach der Atomkatastrophe erhält der explodierte Reaktor einen neuen Sarkophag. Deutschland gibt Geld dazu.
Am Ende standen vier Stimmen gegen eine: Zum ersten Mal seit 1978 hat die Nukleare Regulierungskommission in den USA den Bau von Atomreaktoren genehmigt. Mit dem knapp elf Milliarden Euro teuren Projekt in Georgia soll eine "atomare Renaissance" eingeleitet werden.
Im Freiburger Augustinermuseum ist eine Ausstellung zu sehen: "Tschernobyl. Expeditionen in ein verlorenes Land".
Stasi-Mittäterin und Stasi-Opfer, DDR-Literaturstar und Dissidentin: Christa Wolf lebte die politischen Hoffnungen und Niederlagen einer ganzen Generation. Dafür wurde die Autorin vom Publikum geliebt und blieb als eine der ganz wenigen Ost-Künstlerinnen auch nach der Wende eine Institution.
Das Wasser stammte aus einer radioaktiven Pfütze im havarierten Atomkraftwerk Fukushima - und trotzdem trank ein japanischer Staatssekretär demonstrativ davon. Mit der fragwürdigen PR-Aktion wollte der Politiker die Katastrophe kleinreden, mulmig war ihm allem Anschein nach trotzdem zumute.