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Keine Strahlenbelastung durch Kernanlagen

Karlsruhe - Keine unzulässige Strahlenbelastung in Baden-Württemberg, meldet der aktuell veröffentlichte Jahresbericht 2005 der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW). Hunderte von Messungen hatten im ganzen Bundesland eine "allgemein niedrige künstliche Radioaktivität" ergeben, auch für das Forschungszentrum Karlsruhe.

Zwar konnten in einigen Fällen künstlich erzeugte Radionuklide nachgewiesen werden, diese Spuren stammten allerdings überwiegend noch aus dem Reaktorunfall von Tschernobyl sowie von früheren oberirdischen Kernwaffenversuchen. Vor allem das beim Reaktorunfall in Tschernobyl 1986 freigesetzte Caesium-137 sei noch immer nachweisbar. Bei den überwachten Anlagen selbst habe es keine Strahlung in ungenehmigter Höhe gegeben.

LUBW schließt unzulässige Strahlenbelastung aus

Eine Abgabe von radioaktiven Stoffen vollständig zu vermeiden sei bei Kernanlagen technisch unmöglich. Die festgestellten Befunde allgemein niedriger künstlicher Radioaktivitätskonzentrationen in den Umweltproben belegen nach Angaben der LUBW, dass es "bei den überwachten kerntechnischen Anlagen keine Ableitungen in ungenehmigter Höhe gegeben hat. Die LUBW schließt ihren Bericht daher mit der Feststellung, dass "eine unzulässige Strahlenbelastung der Bevölkerung in Baden-Württemberg durch den Betrieb der überwachten Anlagen [...] daher mit Sicherheit ausgeschlossen werden" könne.

Atomkraftgegner hatten zuletzt anlässlich des Tags der offenen Tür beim Forschungszentrum Karlsruhe (ka-news berichtete) darauf hingewiesen, dass insbesondere die dortige Verglasungsanlage bundesweit die höchsten radioaktiven Emissionen aufweise. Zwar könne der Betreiber mit Recht in Anspruch nehmen, keine Grenzwerte zu überschreiten. Dies beruht nach Einschätzung der Atomkraftgegner aber vor allem darauf, dass Grenzwerte nach Zwischenfällen immer wieder von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt erhöht würden. In der Einrichtung im Hardtwald sollen ab 2007 die hochaktiven Abfälle der Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe in einen endlagergerechten Zustand gebracht werden.

Die LUBW mit Sitz in Karlsruhe überwacht nach bundeseinheitlichen Vorschriften die Radioaktivität in der Umgebung kerntechnischer Anlagen. In Baden-Württemberg sind dies die Kernkraftwerke Obrigheim, Neckarwestheim und Philippsburg, die kerntechnischen Forschungseinrichtungen Karlsruhe und Heidelberg sowie die Nachbargebiete der Kernkraftwerke im elsässischen Fessenheim und Leibstadt in der nördlichen Schweiz. Neben etwa 200 Ortsdosismessungen nimmt die LUBW jährlich über 900 Wasser-, Luft- und Bodenproben in der Umgebung der Anlagen. Auch pflanzliche und tierische Nahrungsmittel werden untersucht.

Author: 
ka-news.de

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