Lange Reise nach Weissrussland
Unvergessliche Eindruecke brachten die Albersloher Gasteltern von ihrer Reise nach Weissrussland mit ins Wersedorf. Die gaben sie am Freitag an interessierte Zuhoerer weiter.
Albersloh. Rund 50 Freunde der Albersloher „Tschernobyl-Aktion“ begruesste Josef Ostermann am Freitagabend im Pfarrzentrum. Sie konnten bei einem Vortrag und einem Videofilm an einer Reise vom 9. bis 17. April in die Heimat der weissrussischen Ferienkinder teilnehmen, die alljaehrlich zur Erholung ins Muensterland kommen.
Insgesamt 25 Mitarbeiter des Vereins „Den Kindern in Tschernobyl“ hatten die Gastelternreise unternommen. Aus Albersloh waren Karin und Josef Ostermann, Brigitte und Hans-Dieter Riemer, Frank Wahlert, Gerhard Trottier, Hans-Wilhelm Deitmar, Karl-Bernd Holtmann und Ursula Leifeld dabei.
Die Gaeste im Pfarrzentrum konnten – dank Kameramann Frank Wahlert – in Hamm mit in den Ost-West-Express einsteigen. Sie erlebten eine 24-stuendige Fahrt nach Minsk mit wechselnder Landschaft oder technischen Details beim Umspuren der Eisenbahn an der Grenze zum ehemaligen Zarenreich.
In Minsk angekommen, lernten die Reisenden die Stadt bei einer Rundfahrt kennen und feierten abends ein froehliches Wiedersehen mit Dolmetscherin Tamara.
Etwa 150 Kilometer suedlich von Minsk liegt der Ort Tichinitschi, aus dem auch in diesem Sommer wieder zwoelf Kinder nach Albersloh kommen werden. Dolmetscherin Raissa, die dort als Lehrerin arbeitet, und viele Dorfbewohner bereiteten den Ankoemmlingen einen herzlichen Empfang mit eigens einstudiertem Festprogramm.
Die Reiseteilnehmer berichteten im Pfarrzentrum abwechselnd von ihren Eindruecken. Die Nachwirkungen des Reaktorungluecks vor mehr als 20 Jahren beherrschen weiter das Leben in der Region, obwohl der Alltag sein Recht fordert. In teils poetischer Erzaehlweise, teils nachdenklichen oder in humorvollen Betrachtungen liessen die Berichterstatter ihre Zuhoerer an den Erlebnissen teilhaben. Die Verbindung nach Weissrussland duerfe zum Wohle der Kinder und im Sinne der Voelkerverstaendigung nicht abreissen, war das Fazit der Reise.