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Muss die Stadt Pripjat erhalten werden?:

Menschen und Schicksale

Kernschmelze des Vertrauens

Bis heute misstrauen die Menschen in Russland ihrer Führung, wenn es um die Bewältigung von Krisensituationen geht. Die Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist unvergessen - und die Lügen, die das Volk damals zu hören bekam.

Tschernobyl: 25 Jahre nach der Katastrophe

Die Sperrzone, die nach dem Reaktorunfall im Block 4 des Kernkraftwerks mit einem Radius von 30 Kilometern errichtet wurde, wirkt verlassen. Die wenigen Menschen, die hier leben, sind alt und haben Angst zu sterben, ohne dass jemand es merkt. Die historische Stadt Tschernobyl ist weitgehend verwaist, die Ruine der Nachbarstadt Prypjat menschenleer, das Landschaftsbild gleicht teilweise dem eines riesigen Gräberfelds. 300 Dörfer in der einst reichen Kulturlandschaft wurden nach dem Unfall evakuiert, 100 weitere wurden wegen zu hoher Strahlenwerte untergepflügt.

Der 26. April 1986 veränderte die Welt - Zeitzeugen erinnern sich

Valentina Anikejewa

geb. am 9. September 1950 in Lugansk / Ukraine

Am 29. April 1986 aus Pripjat evakuiert, eingesetzt mit Zuarbeiten für die Liquidatoren wie etwa mit dem Befüllen von Sandsäcken

Hilfe für krebskranke Tschernobylkinder

1999 war ein Kind in der Gruppe, ein lustiger, kesser Junge, dem ein Tumor aus der Kiefernhöhle samt Kiefer und dem Gaumen entfernt worden war. Bis zur Augenhöhle war alles offen. Der Kleine hatte ein schiefes Gesichtchen, und wenn er lachte, und er lachte gerne, kniff er schnell den Mund zu: eine schwarze Höhle neben dem verbliebenen Schneidezahn entstellte das Kindergesicht.
Er bekam bei uns einen neuen Kiefer samt Abdeckplatte für den Gaumen und nun ist er wieder ein hübscher, lachender Junge.

25 Jahre nach Tschernobyl – Verlorene Orte, Gebrochene Biografien von Rüdiger Lubricht u. Astrid Sahm

Die Verstrahlung von Tschernobyl können wir nicht sehen. Wir sehen aber das Ergebnis. Leere Städte, eine zerstörte Region und durch Strahlung verletzte oder zerstörte Menschen. Tschernobyl geht uns alle an, weil es ein unnötiges Risiko der Industriegesellschaft zeigt. Ein Risiko, welches nicht sein müßte. Der Fotograf Rüdiger Lubricht hat über viele Jahre die Region und die Menschen dokumentiert.

Vierjähriges Tschernobyl- Opfer braucht dringend Hilfe

Die kleine Veronika ist eines der letzten Opfer der schrecklichen Reaktor- Katastrophe von Tschernobyl. Das Desaster hat ihr das Augenlicht geraubt und wird das Mädchen ihr Leben kosten, wenn nicht schnell Hilfe kommt.

Spendenflut für Schura hält weiter an

TM Concordia steuert 500 Euro für eine Armprothese bei, die dem verunglückten Jungen hilft

HANN. MUENDEN. Um dem fünfjährigen Schura aus der Nähe von Tschernobyl zu einer Armprothese zu verhelfen, spendete die TM Concordia Münden jetzt 500 Euro.

Über das Schicksal des kleinen Schura - das ist sein Kosename, richtig heißt er Alexandr - berichtete unsere Zeitung vor einigen Wochen. Vor einem Jahr war er beim Spielen in einer alten Fabrik an zwei Starkstromkabel geraten. Beide Arme verbrannten, zwei kurze Stümpfe am Oberkörper blieben nach mehreren Operationen zurück.

Mythen und irrige Annahmen über Tschernobyl

Der zwanzigste Jahrestag des Atomunfalls vom 26. April 1986 in Tschernobyl löst eine neue Welle schwarzseherischer Behauptungen über seine Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt aus. Wie es bei solchen Anlässen zum Ritual geworden ist, wird berechnet, dass die Zahl der Todesopfer mehrere hunderttausend beträgt, und es werden neue Berichte über das vermehrte Auftreten von Krebs, Geburtsfehlern und die Steigerung der allgemeinen Mortalität erstellt.